Lot 135


Ernst Wolfhagen
1907 Hannover - 1992 Hannover - Im Cafe - Kohle/Papier. 32 x 42 cm. Sign. und dat. r. u.: E. Wolfhagen (19)32. Voll ansichtig unter Glas gerahmt. - Lit.: Grunert, Harald. Ernst Wolfhagen. Ein hannoversches Malerleben. o. O. o. J. - Eine seiner wenigen frühen städtischen Zeichnungen, erinnert in der Thematik an seinen Lehrer Otto Gleichmann. Ernst WolfhagenIn Hannover geboren und von seinem Kunstlehrer Otto Gleichmann unter die Fittiche genommen, entwickelte Wolfhagen seinen eigenen Stil, der in den späteren "Hannoverbildern" seinen Höhepunkt fand. Seinen vielseitigen Neigungen und Fähigkeiten entsprechend, studierte er von 1926 bis 1932 in Hannover, Heidelberg und Berlin die Fächer Biologie, Philosophie und Kunst und schloss alle drei Studiengänge mit dem Staatsexamen ab.Bereits während der Schul- und Studienzeit entwickelte sich ein freundschaftliches Verhältnis zwischen Wolfhagen und Gleichmann. Der Einfluss von Otto Gleichmann auf sein Werk ist unübersehbar und wird besonders in der Caféhaus-Zeichnung deutlich, die im Jahr 1932 entstand. Wolfhagens Stil entwickelte sich weiter, weder der Expressionismus noch die Neue Sachlichkeit oder der Konstruktivismus, die zu der Zeit en vogue waren, verleiteten ihn dazu, sich einer dieser Richtungen vollends anzuschließen.Nach den Kriegsjahren und 7-jähriger Kriegsgefangenschaft widmete sich Wolfhagen einem neuen Genre - dem Holzschnitt."Ich habe Gesichter und Geschichten im Holz gesehen und für andere erkennbar gemacht, solche Möglichkeiten konnte mir kein anderes Material bieten."In dieser Zeit entwickelte er auch seine Leidenschaft zu der Darstellung des weiblichen Körpers. Für Wolfhagen war die Frau ein Wunder der Natur, das ihn immer wieder aufs Neue begeistern konnte. Besonders in seiner späten Schaffensperiode sind viele seiner Akt-Studien in Paris entstanden.In der Nachkriegszeit begann Wolfhagen sich mit der Stadt Hannover, ihren Gebäuden, ihren Menschen und dem Leben in der Stadt auseinanderzusetzen. Es entstanden die "Hannoverbilder", die Menschen mitten im Leben zeigen. Wir können Ihnen nun das wahrscheinlich erste Werk seiner "Hannoverbilder" anbieten. Es zeigt den Wiederaufbau der Marktkirche, der während der Jahre 1946-1952 stattfand. Die Kirche ist während eines Luftangriffs 1943 zerstört worden, nur die Außenmauern und die Säulen wurden verschont. Neben dem spannenden historischen Aspekt und der interessanten Bildsprache ist die Provenienz des Werkes ebenso interessant. Es hing in den CDU-Fraktionsräumen im Niedersächsischen Landtag. Nach kurzer Zeit verschwand es für mehrere Jahre in Privatbesitz.



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